Wir stehen für naturnahe Begrünung mit gebietseigenen Wildarten

Lebensgrundlage „Biologische Vielfalt“
Mit der „Biodiversitätsstrategie“ versuchte die EU bereits 2001 dem ungebrochenen Rückgang von Arten, genetischer Vielfalt und Verlust von Lebensräumen zu begegnen und geschädigte Ökosysteme wieder herzustellen. Im Halbzeitbericht (Okt. 2015) räumt der zuständige Umweltkommissar ein: „Es gibt keinen Grund zur Selbstzufriedenheit - der Verlust an biologischer Vielfalt ist gleichbedeutend mit dem Verlust unserer Lebensgrundlagen. Das können weder wir uns leisten noch unsere Wirtschaft.“ Naturnahe Begrünung mit gebietseigenem Saatgut ist deshalb aus unserer Sicht inzwischen ein „Muss“.
Will man der Natur Lebensräume zurückgeben, ist dabei unbedingt auf die Qualität der Ansaaten - insbesondere auf ausgewogene Artenzusammensetzung zu achten.

Unser Einsatz für die Vielfalt
Die deutschlandweit neu anzusäenden Flächen, lassen sich heute meist nicht mehr nur durch Saatgutübertragung aus Spenderflächen begrünen. Ein zunehmender quantitativer und qualitativer Verlust an Spenderflächen und die Dimension der zu begrünenden Flächen sind Gründe dafür. Um Regionalität und artenreiche Mischungen dennoch zu gewährleisten, vervielfältigen wir unser in der Natur gesammeltes Basissaatgut durch Zwischenvermehrung auf unseren Feldern.
Die Sammlung der Wildarten erfolgt zuvor mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörden in alten, naturnahen Beständen in den jeweiligen Ursprungsgebieten. Erfahrene Botaniker sorgen für die genaue Bestimmung der Arten. Die Vermehrung in sorgfältig geführten Beständen erfolgt auf Partnerbetrieben in den Ursprungsgebieten zugeordneten Produktionsräumen, so dass keine Verfälschung durch Einkreuzung regionsfernen genetischen Materials erfolgen kann.
Erst die Samenernte aus den max. 5 Tochtergenerationen der einzelnen Arten im Anbau werden dann für unsere standortangepassten Verkaufsmischungen verwendet.