Mager- und Sandrasen


In freien Landschaften sind Magerrasen die artenreichsten Pflanzenbestände.
Hier spiegeln sich geologischer Untergrund, Pflanzengeographie, Nutzung und historische Entwicklung in einer vielfältigen Artenzusammensetzung wieder.
Die Individualität der Pflanzengesellschaften ist nicht durch Düngung oder einheitliche Nutzungsformen verloren gegangen. Deshalb hat sich ein regionales, spezifisches Verbreitungsmuster weitgehend erhalten, das es zu bewahren gilt.

Verwendung

Im Siedlungsbereich und in der freien Landschaft nur für magerstes Substrat auf schnell abtrocknenden Böden geeignet. Bis zur Entwicklung aller Arten zur Blütenreife ist bei der anspruchsvollen Mischung mit einigen Jahren zu rechnen. Durch den Anteil von Pionierarten und einjährigen Akzeptanzarten wird bereits im ersten Jahr eine Begrünung mit ansprechendem Blühaspekt erreicht.
Im Böschungsbereich und in Hanglagen, wo aus ingenieurbiologischer Sicht eine schnelle Begrünung erwünscht ist, kann die Mischung „Magerrasen” mit der Roggen-Trespe (Bromus secalinus) angereichert werden. Diese übernimmt zunächst die Bodensicherung, wird dann aber von der angestrebten Zielgesellschaft verdrängt (Ammenfunktion).
Bei ungünstigen Standort- und Aussaatbedingungen, wie Erosionsgefahr, starker Sonneneinstrahlung, Kahlfrösten und Vogelfraß, ist es empfehlenswert, die ausgesäte Fläche zu mulchen. Eine Ansaat in den Sommermonaten ist nicht empfehlenswert.

Charakteristik

Überwiegend niederwüchsige, konkurrenzschwache Arten, trockenheitsverträglich. Die Mischungshöhe beträgt 60-100 cm. Die verwendeten Arten entstammen den Vegetationskomplexen Magerrasen und mageren, lichten Säumen. Der Blühaspekt reicht vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst.

Pflege

Im Ansaatjahr sollten evtl. auflaufende Unkräuter durch einen gezielten Schnitt geschwächt werden, um den konkurrenzschwächeren Magerrasen-Arten Licht zu verschaffen. Ansonsten ist eine ein- bis zweimalige Mahd (Juli/September) zu empfehlen.

Ansaatstärke

3 g/m², 30 kg/ha Bei sehr magerem Substrat empfehlen wir eine leichte Startdüngung mit organisch-mineralischem Dünger (50 g/m²)

Schnellbegrünung

mit Bromus secalinus
2 g/m², 20 kg/ha

Füllstoff

zum Hochmischen auf 10g/m², 100 kg/ha

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